Segeln

Seit dem 10. Januar 2018 hat der FC St. Pauli als erster Profi-Fußballclub in Deutschland eine Segelsparte. Mehr als 100 Personen versammelten sich zur Gründungsversammlung und Abteilungsleitungswahl in der 1910-Weinbar im Millerntor-Stadion. Bereits im Juni hatte sich die Mitgliederzahl der Abteilung verdoppelt.

Bei der Versammlung am Millerntor wählten die Anwesenden Helga Numberger zur Abteilungsleiterin. Die inzwischen 47-Jährige hatte auch die Idee für die Gründung. Als Stellvertreter wurde Björn Lecsko bestimmt. Schriftführerin wurde Patricia Duncker und für die Finanzen ist Andreas Lehmann als Kassenwart zuständig.

Die Abteilung will diverse Segel-Aktivitäten unter der Flagge des FC St. Pauli bündeln: Dazu gehören Freizeitsegeln auf der Alster, Törns auf Flüssen und Binnengewässern, beispielsweise Elbe, Schlei und Plöner See, sowie auch Langfahrten auf Nord- und Ostsee. Außerdem wollen die braun-weißen Segler Kurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene organisieren und das Segeln stärker als Breitensport etablieren.

Die St. Paulianer haben sich das Ziel gesetzt, das teilweise noch recht elitäre und konservative Image des Segelsports zu erneuern und die politischen und sozialen Werte des FC St. Pauli stärker zu etablieren. Aktionen wie „Segeln gegen rechts“ auf der Alster (in Anlehnung an den „Lauf gegen rechts“) unterstreichen dieses Ziel. Auch Kooperationen mit Flüchtlingsinitiativen sollen geprüft werden. Außerdem fand bereits im ersten Sommer Segeln mit barrierefreien Booten statt – ab der Segelsaison 2019 dank einer Förderung durch die AFM dann auf einem abteilungseigenen Boot.

Dazu soll es ein Rahmenprogramm geben: Filmabende, Vorträge von Fachleuten und praktische Übungen wie Knotenkunde im Winter und Chartertörns, Teilnahme an Dickschiff-Regatten sowie Aktionen zum Hafengeburtstag im Sommer.