Handball

Sanktpauliade Modus

Der Modus des Sanktpauliade Handballturniers hängt stark von der Anzahl der teilnehmenden Teams ab. Bei wenigen Teilnehmern wird in 7er Teams übers ganze Feld gespielt. Bei vielen Teams wird die Vorrunde mit verkleinerten Teams auf Hallendritteln gespielt.

Handball Grundregeln

Das Spielfeld

Das Handballfeld ist 40m lang und 20m breit. Die Tore sind 3m breit und 2m hoch.
Vor jedem Tor gibt es einen Torraum. Dieser eingedrückte Halbkreis ist 6m vom Tor entfernt und darf nur vom jeweiligen Torwart betreten werden.
3m davor wird der 9m-Kreis durch eine gestrichelte Linie markiert. Von dort werden i.d.R. Freiwürfe ausgeführt. Beim Freiwurf darf sich kein Angreifer im 9m-Raum aufhalten.
Dazwischen befindet sich die 7m-Marke, die dem 11m-Punkt beim Fußball entspricht.

Die Teams

Ein Team besteht aus 6 Feldspielern und 1 Torwart. Der Torwart darf auch als Feldspieler agieren. Umgekehrt darf kein Feldspieler den Torraum betreten. Beim Handball darf beliebig oft gewechselt werden, wobei insgesamt nur 14 Spieler im Kader für ein Spiel stehen dürfen.

Die wichtigsten Regeln

3-Sekunden-Regel: Der Ball darf nur 3 Sekunden in der Hand gehalten werden. Dann muss er spätestens geprellt oder abgespielt werden.
3-Schritte-Regel: Mit dem Ball in der Hand dürfen nur 3 Schritte gemacht werden. Dann muss spätestens geprellt oder abgespielt werden.
Prellend darf man sich mit dem Ball nahezu unbegrenzt fortbewegen. Allerdings darf der Ball nur von oben geprellt und nicht geführt oder gebaggert werden. Wird nach dem Prellen der Ball aufgenommen, muss abgespielt oder geworfen werden. Erneutes Prellen des gleichen Spielers ist nicht erlaubt („Doppeldribbling“).
Das Betreten des Torraums ist den Feldspielern auf beiden Seiten untersagt. Schon das Berühren der 6m-Linie wird beim Ausführen einer Abwehraktion mit 7m für die Angreifer bestraft.
Berührt ein Angreifer den Kreis oder die Linie, gibt es Abwurf vom Tor.
Ein probates Mittel die Entfernung zum Tor zu verkürzen ist ein Fallwurf oder ein Sprungwurf in den Kreis, wobei der Ball die Hand verlassen haben muss, bevor das erste Körperteil den Kreis berührt. Danach darf der Angreifer den Kreis berühren, wenn er sich dadurch keinen Vorteil mehr verschafft.
Fouls:
Es ist erlaubt:

  1. Arme und Hände zu benutzen, um den Ball zu blocken oder in Ballbesitz zu gelangen;
  • dem Gegenspieler mit einer offenen Hand den Ball aus jeder Richtung wegzuspielen;
  • den Gegenspieler mit dem Rumpf zu sperren, auch wenn er nicht in Ballbesitz ist;
  •  von vorne, mit angewinkelten Armen Körperkontakt zum Gegenspieler aufzunehmen, ihn auf diese Weise zu kontrollieren und zu begleiten.

Es ist nicht erlaubt:

a) dem Gegenspieler den Ball aus den Händen zu entreißen oder ihn herauszuschlagen;

b) den Gegenspieler mit Armen, Händen oder Beinen zu sperren oder ihn wegzudrängen;

c) den Gegenspieler (am Körper oder an der Spielkleidung) zu klammern, festzuhalten, zu stoßen, ihn anzurennen oder anzuspringen;

Solche Fouls werden mit einem Freiwurf bestraft. Erfolgte das Foul im 9-m-Kreis wird der Freiwurf von der 9m-Linie ausgeführt. Wird durch das Foul eine klare Torchance vereitelt, muss auf 7m entschieden werden.
Zusätzlich kann es persönliche Strafen für die Foul spielenden Akteure geben. Gelbe Karte (pro Spieler nur eine im Spiel, pro Team nur 3 im Spiel), 2-Minuten Zeitstrafe (das Team muss dann 2 Minuten in Unterzahl spielen). Die dritte 2-Minuten-Strafe für einen Spieler bedeutet automatisch die Rote Karte. Allerdings darf das Team nach 2 Minuten mit einem anderen Spieler wieder auffüllen. Anders als im Fußball verfallen gelbe Karten nach dem Spiel und rote Karten, die durch 3 Zeitstrafen zustande gekommen sind ziehen keine Sperre nach sich.
Für grob unsportliches Verhalten und Fouls, die die Gesundheit gefährden wird die rote Karte auch ohne vorherige Hinausstellung gezeigt.


Taktik
Im Gegensatz zum Fußball gibt es nur selten ein Mittelfeldspiel. In der Regel stellen sich 6 Abwehrspieler um ihren 6m-Kreis herum auf.
Die Angreifer stellen sich meist wie folgt auf:
3 Rückraumspieler (RR-Links, RR-Mitte, RR-Rechts): Sie machen Druck auf die Abwehr und versuchen durchzubrechen, durch Fernwürfe zum Torerfolg zu kommen oder besser postierte Mitspieler anzuspielen
2 Außenspieler: Sie machen  ebenfalls Druck auf die Abwehr und werfen (meist per Fall- oder Sprungwurf) aufs Tor wenn sie freigespielt werden
1 Kreisläufer: er bewegt sich zwischen den Abwehrspielern am 6m-Kreis. Versucht, die Abwehr zu verwirren, Lücken für die Rückraumspieler zu schaffen und selbst anspielbereit zu sein.

Neben diesem Positionsangriff wird natürlich versucht durch schnelle Konter, die Tempogegenstöße, zu einfachen Toren zu kommen.